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Erfolgsmodell: Mittelhessen-Arena Wetzlar
(aus der Fachzeitschrift Professional
System, Ausgabe 06/2005 November/Dezember)
Seit März 2005 verfügt die Stadt Wetzlar über eine attraktive
Mehrzweckhalle, welche sich neben anspruchsvoller audiovisueller Technik
durch eine intelligente Vernetzung sowie eine überraschend gute Akustik
auszeichnet.
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Direkt am Bahnhof der mittelhessischen Kreisstadt Wetzlar befindet sich
eine moderne Shopping-Mall ("Forum") mit 110 Fachgeschäften
auf einer Verkaufsfläche von 23.500 qm,
an deren Südseite sich eine Veranstaltungshalle mit Platz für
bis zu 6.000 Zuschauer angliedert. Sowohl die Mall als auch die "Mittelhessen-Arena
Wetzlar" erfreuen sich großer Beliebtheit und haben in den
ersten Monaten des laufenden Betriebs die Erwartungen der Investorengruppe
(ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG) mehr als erfüllt - in der
Arena zahlt man durchschnittlich 3.375 Besucher pro Veranstaltung.
Konzerte, Sport & mehr
Das Einzugsgebiet der Mittelhessen-Arena erstreckt sich über einen
Radius von 50 Kilometer, und häufig sollen auch Gäste aus dem
in Sachen Konzerte/Events nicht , gerade unterversorgten Frankfurt gesichtet
werden. Kein Wunder, denn schließlich kann der prall gefüllte
Veranstaltungskalender der Arena überzeugen: "Lord of the Dance",
DJ Bobo, Joe Cocker, Bob Dylan, Deep Purple, Alice Cooper, Helmut Lotti,
Udo Jürgens, Otto, Atze Schröder, Michael Mittermaier - im bunt
gemischten Programm ist für jeden Geschmack etwas dabei, und so nahe
wie in Wetzlar kommt man den Stars in "Mainhatten" in aller
Regel wohl kaum. Nichtsdestotrotz wird die Halle vorrangig von den lokalen
Handball-Heroen des Ankermieters HSG Wetzlar belegt, welche in dem modernen
zweckorientierten Ambiente eine adäquate Heimat gefunden haben -
eine Heimat, in der sich auch Sponsoren gerne präsentieren und das
Fernsehen beste Voraussetzungen für die Aufzeichnung bzw. Live- Übertragung
von Spielen der Bundesligisten vorfindet. (...)
Medientechnik
In einer modernen Multifunktionshalle darf neben der Beschallung eine
hochwertige Medientechnik nicht fehlen, und so sorgt in der komplett abdunkelbaren
Mittelhessen-Arena eine riesige Rückprojektionsscheibe von dnp ("Giant
WA Wide Angle", 200 Zoll bzw. 4 x 3 m) unabhängig von Betrachtungswinkel
oder Sitzplatz für ein gut sichtbares und kontrastreiches Bild. "Selbst
wenn bei einem Handballspiel das Flutlicht mil voller Leistung läuft,
ist die Screen sehr gut zu erkennen", merkt Jörg Brück
an.
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Genutzt wird die großformatige Screen für Live-Bilder vom
Spielgeschehen, aber auch Werbespots von Sponsoren oder Hinweise auf in
Kürze anstehende Events werden ein- geblendet. Im Hintergrund arbeiten
zwei Hochleistungsprojektoren von Eiki (LC-XT3, drei
1,8" -LCD-Panels, vier UHP-Lampen zu je 250 Watt, 10.000 ANSI-Lumen)
in einer
Doppelprojektion, was zusätzliche Sicherheit verspricht, falls eines
der Geräte einmal un- erwartet ausfallen sollte. Der Information
der Zuschauer dienen weiterhin zwei LED- Spielstandsanzeigen der Firma
"Schauf Informationssysteme", welche mit Größen von
4 x 1,5 Meter die Auflagen der Sportverbände zur Durchführung
von Länderspielen erfüllen.
Für die anspruchsvolle Medientechnik in der Mittelhessen-Arena zeichnet
die Firma SCREEN.NT (www.screen-nt.de) unter Federführung der Projektleiter
Juan Ordonez und Thomas Gaul verantwortlich. lm obersten Geschoss der
Mittelhessen-Arena haben die Medientechnikspezialisten aus Alzenau-Hörstein
ein kleines TV-Studio eingerichtet: Aus dem Regierraum ist über große
Schiebefenster der direkte Blick auf das Geschehen in der Halle möglich,
sofern man nicht die zahlreichen Monitore am Videoschnittplatz bemühen
möchte. Letzterer gruppiert sich, um einen Videomischer des Typs
AG-MX70 von Panasonic, mit dessen Hilfe sämtliche eingehenden Signale
in Echtzeit bearbeitet werden können. Neben einer Ausspielung auf
die dnp-Screen sind Aufzeichnungen auf Harddisk
(Focus Enhancements "FireStore FS-M", MPEG-Recorder mit Netzwerkanschluss)
sowie
S-VHS/Mini-DV/DVD (JVC) möglich; die entsprechenden Geräte nebst
Peripherie von Kramer und Komtech sind ordentlich in einem Rack direkt
am Schnittplatz untergebracht.
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Für Einblendungen wie Newsticker, Grafiken, Spielerporträts,
Zeitlupen oder sonstige Informationen kommt ein von SCREEN.NT in Zusammenarbeit
mit GIS (Hamburg) ent- wickeltes Overlay-System zum Zuge, das sich dank
grafischer Oberfläche und Bedienung nach dem Baukastenprinzip kinderleicht
handhaben lässt. Im zugehörigen Rechner können beliebige
Einblendungen gespeichert und bei Bedarf zeitgesteuert abgerufen werden,
wobei für Werbekunden gleich auch die Einsatzfrequenz von Spots dokumentiert
wird.
Über die Arena verteilt befinden sich sieben Kameraanschlusspunkte,
von denen aus Videosignale in die Regie und damit auch auf die dnp-Screen
übertragen werden können. Zur Vermeidung von Verlusten auf den
teilweise recht langen Wegstrecken werden die Videosignale mit Hilfe von
Konvertern der Firma Kramer gewandelt und anschließend per Lichtwellenleiter
(LWL) transportiert; auch die Rückpro ist mit einem fast 360 Meter
langen Glasfaserkabel an die Regie angebunden. Ü-Wagen von Fernsehanstalten
können Signale aus der Halle an einem zentralen Punkt übernehmen
(Live-Übertragung!). Zwecks Beobachtung des Geschehens in der Arena
wurden ergänzend zwei JVC-Domekameras installiert, deren Signale
außer in der Videoregie auch in den Verwaltungsräumen sowie
in den VIP-Logen der Arena abrufbar sind.
Neben dem Videoschnittplatz befindet sich im Regieraum noch ein Audioplatz,
der von einem kompakten analogen "Venice"- Mischpult (Midas)
dominiert wird und an die "Audia"-
Prozessoren im Technikraum angebunden ist. Als Zuspieler stehen hier ein
CD- Player von Marantz, eine Cassetten-CD-Kombination von Denon sowie
ein MD-Recorder von Pioneer zur Verfügung. Für den Empfang drahtloser
Mikrofonsignale sorgen zwei Sennheiser "evolution2"-Receiver
nebst Antennensplitter.
Geglückte Geburt
"Von Anfang an herrschte bei diesem Projekt eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre",
berichtet Juan Ordonez gegen Ende des Ortstermins in Wetzlar. "Alle
Beteiligten haben Hand in Hand auf eine fast schon als familiär zu
bezeichnende Art zusammengearbeitet - in gewisser Weise ist die Mittelhessen-Arena
daher auch so etwas wie unser Baby, auf das wir alle sehr stolz sind!"
Selbst ohne diese Aussage ist kaum zu übersehen, dass - um die Metapher
aufzugreifen - das mittelhessische Baby nach seiner planmäßigen
Geburt ein wahrer "Wonneproppen" geworden ist, der sich prächtig
entwickelt und dem man unschwer eine erfolgreiche Zukunft voraussagen
kann...
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