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Konferenzbereich bei der IG-Metall im Frankfurter Main-Forum
Das Main-Forum wurde am ehemaligen Standort der IG-Metall Vorstandsverwaltung
in unmittelbarer Nähe des Mainufers im Frankfurter Bahnhofsviertel
als 22-stöckiges Büro- und Wohnhochhaus erbaut, das von einem
fünfgeschossigen Ringgebäude umgeben ist.
Der Konferenzbereich im Main Forum besteht im wesentlichen aus zwei großen Konferenzräumen, die auf der einen Seite für Tagungen, Schulungen und Seminare (Konferenzraum Nord) - auch von externen Mietern - und auf der anderen Seite für Vorstandssitzungen (Konferenzraum Süd) genutzt werden. Konferenzraum Nord Im Zuge der Konzeption des Konferenzbereiches wurde in einem ersten Planungsabschnitt
der Konferenzraum Nord fertig gestellt. Wegen der Versammlungsstättenverordnung,
die ab 200 Personen weitere Auflagen vorsieht, wurde dieser Konferenzraum
für eine Kapazität von 199 Personen bei Vollraumnutzung ausgelegt.
Es gibt hier eine fest installierte Präsentationstechnik mit tageslichttauglichem
Projektor (10.000 ANSI-Lumen), in die Wandfläche integrierte Beschallungsanlage,
eine drahtlose Diskussionsanlage sowie eine Dolmetscheranlage mit vier
festen und vier mobilen Dolmetscherkabinen. Ein großer Teil der
Zentralentechnik ist in einem Technikraum untergebracht, der auch als
Regieraum dient. Da es von hier keine direkte Sichtverbindung zum Konferenzraum
gibt, wurde in der Saalrückwand neben dem Projektor eine Domkamera
installiert. Sie gestattet es einerseits, den Vortrag(enden) per MAZ mitzuschneiden
und ermöglicht zudem dem Techniker in der Regie einen Sichtkontakt
zum Vortragssaal herzustellen. Der Konferenzraum Nord ist mittels beweglicher Trennwände in bis zu drei Einzelräume trennbar. Eine Trennlinie liegt etwa im vorderen Drittel und teilt den großen Raum in zwei rechteckige Teile. Der hintere Teil ist mit einer zusätzlichen Trennwand ebenfalls teilbar, so dass sich daraus zwei kleinere, rechteckige Räume, z.B. für Seminare oder Besprechungen, ergeben. Insgesamt ist der Konferenzraum Nord also in fünf Konfigurationen nutzbar, wobei Nutzung der einzelnen Räume (2.x) die Regel (80% Anteil) ist: 1. ohne Trennwände: Raum 2 In der großen Konfiguration kommt für die Aufprojektion eine
Leinwand von ca. 4x3m Größe zum Einsatz. Diese ist nicht fest
eingebaut, sondern kann aus dem Stuhllager auf einem Fahrgestell in den
Konferenzraum gerollt und dort mit einer vorbereiteten, normalerweise
durch Abdeckplatten verdeckten Montageeinrichtungen im Boden verbunden
werden. Der zugehörige Projektor ist ein Eiki LC-XT3, mit einer Nenn-Lichtleistung
von 10.000 ANSI-Lumen, der in die Rückwand des großen Konferenzraums
unterhalb der Dolmetscherkabinen im Doppelboden integriert ist und daher
bei Nichtbenutzung nicht auffällt. Die Kühlung erfolgt mittels
zweier Umluftkühlgeräte. In allen geteilten Nutzungsvarianten des Raumes ist diese Konfigurationen
wegen der Trennwand nicht nutzbar. Was die Präsentationstechnik für
die übrigen Raumvarianten mit Trennwänden angeht, ändern
sich bei Aufteilung des großen Raumes die Projektionsrichtungen
für die Teilräume. Diesem Umstand wird durch eine flexible präsentationstechnische
Ausstattung Rechnung getragen: Sinngemäß wird auch beim Betrieb des hinteren Raumteils sowie
bei dessen abermaliger Teilung verfahren. Der hintere Raum kann als Raum
2.2 betrieben werden, die Projektionsrichtung ist dann ebenfalls quer
orientiert mit Leinwand an der Fensterfront. In allen diesen Teilkonfigurationen kommen projektorseitig spezielle
Medienwagen zum Einsatz, die über einen integrierten, höhenverstellbaren
Projektortisch und einen Zuspielerschrank verfügen. Als Projektor
kommt hier ein leistungsfähiger Konferenzraumprojektor vom Typ Sharp
XG-V10WE mit einer Nenn-Lichtleistung von 4.700 ANSI-Lumen zum Einsatz
Diese Ausstattung ist auch für die Projektion bei nicht kompletter
Verdunkelung geeignet, z.B. um den Teilnehmern Notizen oder das Einsehen
von Handouts zu ermöglichen. Der Projektor selbst ist trotz hoher Lichtleistung noch problemlos von
einer Person zu handhaben und eignet sich daher auch für einen Mobilbetrieb
wie auf dem hier gezeigten Medienwagen. Für eine hohe Ausfallsicherheit
ist der XG-V10WE mit einem Doppel-Lampensystem ausgestattet. Bei geringerem
Leistungsbedarf ist auch der Betrieb mit nur einer Lampe und automatischer
Lampenumschaltung möglich, wodurch sich die Betriebsdauer ohne Lampenwechsel
effektiv verdoppelt.
Die Beschallungsanlage für die große Konfiguration ist in die Stirnseite des (ungeteilten) Raumes unsichtbar integriert. Die Lautsprecher sind große Zweiweg-Systeme vom Typ Electro-Voice QRX 115, die von dem hinter der Stirnwand liegenden Trennwandlager aus rückwärtig in die Wand eingesetzt sind. Darüber hinaus ist der Raum mit Bose-Deckenlautsprechern ausgestattet. Diese werden entsprechend der Raumaufteilung angesteuert. So gibt es hier bei Großraumnutzung zum Beispiel eine verzögerte Ansteuerung der hinteren Zonen, um die Richtungsortung auf den Vortragenden zu erhalten. Bei den Nutzungsvarianten mit Raumteilung ist die große Hauptbeschallung
natürlich nicht nutzbar, weil dann die Projektionsrichtung senkrecht
zur Hauptbeschallungsrichtung orientiert ist, der Schall also für
die Teilnehmer von der Seite käme. Regie- und Zentralentechnik, Dolmetschersystem Regie, Zentralentechnik für Präsentations- und Beschallungstechnik sowie die Dolmetscherkabinen befinden sich im 4. Obergeschoß. Die vier mobilen Dolmetscherkabinen können im hinteren Bereich des Konferenzraums Nord über Bodentanks angeschlossen werden. Die Zentralentechnik ist zusammen mit der Bild- und Tonregie in einem Technikraum in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Dolmetscherkabinen untergebracht, jedoch ohne direkten Sichtkontakt in den Konferenzraum. Abhilfe schafft hier die bereits erwähnte Domkamera mit einer Videoverbindung in die Regie sowie mittels, im Touchpanel integrierten, Lautsprecher. Die Dolmetscheranlage wurde ebenfalls mit beyerdynamic-Systemen realisiert.
Zum Einsatz kam hier das Simultan-Dolmetschersystem SIS auf Basis der
Zentraleinheit SIS 121 und des Dolmetscher-Bedienpultes SIS 2102. Da beim
Simultanübersetzen üblicherweise mit jeweils zwei Dolmetschern
pro Sprache gearbeitet wird, die sich gegenseitig abwechseln, ist das
SIS 2102 als Doppelpult für die Bedienung durch zwei Personen ausgelegt. Die Audiosignalverarbeitung übernehmen frei programmierbare DSP-Systeme vom Typ Biamp Audiaflex, die über Cobranet mit einer zweiten Technikzentrale im 3. OG vernetzt sind. Dort befinden sich unter anderem die Empfänger für die Dolmetscheranlage sowie die Audiokomponenten, die zur Tonausspielung über die Bodentanks dienen (z.B. für die mobilen Projektionssysteme). Die Audia DSP-Systeme übernehmen im Zusammenspiel mit der Mediensteuerung
auch das sogenannte "Room-Combining". Dabei geht es darum, daß
sich bei der Aufteilung des großen Konferenzraums nicht nur die
Projektionsrichtung und damit auch der Rednerstandort ändert, sondern
auch Lautsprechergruppen, die sich zuvor in einem Raum befunden haben,
nun für die Beschallung von mehreren, getrennten, kleinen Räumen
zuständig sind. Es ändern sich dabei sowohl die Audioquellen
(Funkmikrofone, Zuspieler etc.) als auch die Ausspielwege - darüber
hinaus aber ggf. auch die akustische Orientierung zum Redner bzw. zur
Leinwand hin.
In Großraumnutzung ist für einen reibungslosen Tagungsbetrieb von der Raumgröße her eine Diskussionsanlage erforderlich. Installiert wurde hier eine digitale Diskussionsanlage vom Typ beyerdynamic MCW-D mit zwei Präsidentensprechstellen sowie 18 Delegiertensprechstellen. Darüber hinaus gibt es vier Sendestrecken für Funkmikrofone (z.B. Rednermikrofone), ebenfalls von beyerdynamic.
Für die Bedienung der Präsentationsgeräte sowie sämtlicher
Raumfunktionen Als Bedienelemente werden ein großes, drahtgebundenes Touchpanel
mit Video- und Audiovorschau vom Typ Crestron TPS-6000, auf den einzelnen
Medienwagen WLAN-Touchpanels vom Typ TPMC-10 mit 10,4" TFT-Display
sowie vier Wandeinbautableaus Crestron CT-1000 mit TFT-Farbdisplay und
Softkeys genutzt. Bei den WLAN Touchpanels gibt es natürlich keinen so einfachen Weg der räumlichen Zuordnung. Sie sind allerdings dem jeweils genutzten Projektionswagen zugeordnet, so daß die Zuordnung Touchpanel-Projektor eindeutig ist, solange niemand die Touchpanels vertauscht. Jeder Wagen ist einem bestimmten Raumteil zugeordnet, da die Projektoren zwei unterschiedliche Objektive besitzen. Weitwinkeloptik für Raumteil 2.3. Standartoptik für die Raumteile 2.2 und 2.1. Lediglich bei der Raumteilung 2.4 ist es möglich die Projektionswagen aus den Raumteilen 2.2 und 2.3 zu nutzen. Dies hängt im wesentlichen von der Bestuhlung, der Raumnutzung und der Projektionsrichtung ab. Im Bereich des Konferenzraums Nord gibt es ca. 20 Bodentanks, davon sind eine Reihe auch für Einspeisung und Aufspielung von Audio- und Videosignalen sowie für den Anschluß drahtgebundener Touchpanels geeignet. Die Verteilung dieser Anschlußmöglichkeiten auf die verschiedenen Bodentanks wurde anhand der denkbaren Bestuhlungsvarianten konzipiert, so daß nicht alle Bodentanks mit allen Anschlüssen ausgestattet werden mußten. Weitere Zuspieler TV-technisch ist im Hause ein BK-Netz vorhanden, das allerdings nicht über ein klassisches Breitbandkabel, sondern ebenfalls über Cat.6 Kabel vom Typ Kerpen MegaLine 723 mit entsprechenden E-line-Komponenten verteilt wird. Für diesen Zweck kommt das System catTV-Panel und catTV-Balun von Dätwyler zum Einsatz. In Vorbereitung sind auch ein 8-kanal Audioserver und DVD-Recorder mit integrierter Festplatte für den Mitschnitt von Konferenzen bzw. Veranstaltungen. Konferenzraum Süd Im Gegensatz zum Konferenzraum Nord ist der Konferenzraum Süd nicht
für eine Fremdnutzung (Vermietung), sondern für die Vorstandsetage/Vorstandssitzungen
vorgesehen. Die Bestuhlung ist U-förmig mit einer Tischreihe für
den Vorstand an der Front des Raumes. Auch für den Konferenzraum Nord gibt es einen Multimedia-PC, der
ans Hausnetz angeschlossen ist und von den Vortragenden über die
zuvor beschriebene KVM-Anbindung genutzt werden kann. Für die Steuerung
von Projektion, Raumlicht und Verdunkelung wird auch hier eine Mediensteuerung
von Crestron eingesetzt. Für die Bedienung dient ein Touchpanel Crestron
TPC-6000 mit Videovorschau. Dieses Touchpanel ist hier fest angeschlossen,
weil die Raumkonfiguration nicht verändert wird. Für lokale
Zuspielungen gibt es einen kleinen Geräteschrank mit Zuspielern,
der in der Medienwand integriert ist. Bei der Hauptbeschallung für den Konferenzraum gibt es eine Besonderheit, die mit den Abdeckpaneelen für die Leinwand zusammenhängt. Im Projektionsbetrieb würden diese normalerweise Beschallungslautsprecher seitlich der Leinwand gerade verdecken. Daher gingen die Planer einen (derzeit noch) ungewöhnlichen Weg und setzten die Paneele selbst als Flachmembranlautsprecher von ML ein. Da die Optik der Paneele vom Architekten vorgegeben war, modifizierte man die regulären Panels in der Weise, daß in der benötigten Größe die Materialstärke von hinten auf die gewünschte Dicke abgefräst wurde und man Schwingungserreger von ML-Audio auf die so entstandene dünne, schwingungsfähige Holzplatte aufbrachte. Anschließend wurde der schwingungserregende Bereich mit Dämmmaterial gekapselt. Die Signalaufbereitung inklusive der ggf. erforderlichen Entzerrung der so entstandenen Flachlautsprechersysteme erfolgte im Audiaflex DSP-System. Ergänzt wird diese Frontbeschallung durch zwei Subwoofersysteme hinter der Leinwand von Bose sowie Bose-Deckenlautsprecher. Da die Bestuhlung im Konferenzraum Süd nicht verändert wird,
kann hier eine drahtgebundene Diskussionsanlage zum Einsatz kommen. Ausgewählt
wurde hier die MCS100 von beyerdynamic. Jedes Vorstandsmitglied hat eine
eigenes Mikrofon, die Delegierten bzw. Beiräte teilen sich jeweils
zu zweit eine Sprechstelle. Foyer Das Foyer wird in erster Linie für Pressekonferenzen und Empfänge genutzt. Beschallung und Projektion erfolgt hier auf mobiler Basis. Es gibt zwei transportable Rückprojektionsscheiben, die jeweils mit einem Eiki LC-XT3 (10.000 ANSI-Lumen) betrieben wird sowie eine mobile Beschallungsanlage mit Nexo-Lautsprechern. Die Projektoren wurden mobil ausgelegt, da der optimale Projektorstandort für die Rückprojektion als Büroraum genutzt wird, so daß eine Festinstallation nicht in Frage kam. Für die Ansteuerung gibt es von SNT entwickelte mobile Audio-, Video- und Lichtracks, die die notwendigen Zuspieler sowie Signalverarbeitungs- und Steuerkomponenten enthalten. Für die Versorgung der Pressevertreter von Funk und Fernsehen gibt es eine Anbindung an einen Ü-Wagen-Anschlußkasten mit fünf Triax-Leitungen und insgesamt 10 BNC- und 20 Audio-Verbindungen sowie Interkom. Zusammenfassung Mit dem neuen Konferenzbereich im Main-Forum hat die IG Metall ein leistungsfähiges
Werkzeug an die Hand bekommen, das sowohl für den internen Tagungs-
und Veranstaltungsbetrieb, als auch für die Vermietung an externe
Nutzer geeignet ist. Beide Nutzergruppen finden modernste, vernetzte Medientechnik
gepaart mit flexibel konfigurierbaren Tagungsräumen vor, die auch
den zukünftigen Anforderungen gewachsen sein wird.
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Print Media Akademie - Festinstallation Rückprojektion -
Informationsdisplays von der Empfangshalle bis ins
6. Obergeschoß, mehrere Videokonferenzkabinen, 13 Seminarräume mit Touch
Panel gesteuerter Audio- und Videotechnik sowie ein kuppelförmiger Veranstaltungs-
und Vorlesungssaal ausgestattet mit curved screen, Kameratechnik, Licht-
und Tontechnik sowie zwei 5.000 ANSI Lumen starken, hochauflösenden Daten-/Videoprojektoren.
So war es möglich die Projektoren trotz verschiedener Optikparameter übereinander zustellen und beide Projektoren mittels Deltaprojektion über einen Spiegel bildschirmmittig projizieren zu lassen. Um
eine uniforme Lichtverteilung und eine gute Seitensicht, auch bei halbrunder
Sitzanordnung zu gewährleisten, wurde eine optische Rückprojektionsscheibe
von dnp installiert. |
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SCREEN. New Technologies GmbH - Am neuen Berg 3 - 63755 Alzenau-Hörstein
- Tel.: (06023) 9173-0 - webmaster@screen-nt.de
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